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Reichsstädte in der Fürstengesellschaft
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Krischer, André

Reichsstädte in der Fürstengesellschaft

Politischer Zeichengebrauch in der Frühen Neuzeit

ISBN: 9783534198856

Hardcover

Buch

Erscheinungsdatum: 03. August 2006

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Beschreibung

2006. VII, 460 S. mit 14 s/w Abb., Fadenh., geb.

Programmlinie: Forschung

André Krischers Arbeit zeigt auf, dass die Reichsstädte der frühen Neuzeit sehr darum bemüht waren, sich in die feudale Umwelt einzufügen und als sozial gleichwertig – als ›adelsgleich‹ – anerkannt zu werden.

»Die Lektüre dieser Arbeit ist deshalb so aufregend, weil hier tatsächlich Neuland beschritten und ein genuiner Beitrag zur Frühneuzeitforschung geleistet wird.« (Prof. Dr. Gerd Schwerhoff, Dresden)


  • ISBN: 9783534198856
  • Seitenzahl: 468
  • Auflage: 1., Aufl.
  • Hardcover
  • Sprache: Deutsch
  • Illustrationen: 14 Illustrationen, schwarz-weiß

Porträt

André Krischer, geb. 1974, promovierte sich 2005 in Mittlerer und Neuerer Geschichte und ist seitdem Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Münster.

Beschreibung

Die Reichsstadt in der Frühen Neuzeit wurde in der Geschichtsschreibung stets als politisches Gegenmodell zum fürstlich-monarchischen Europa gedeutet. Das Gegenteil ist jedoch der Fall: Das Bemühen um Assimilation in die Adelswelt bildete das tragende Element reichsstädtischer Außenpolitik.

Deshalb schlägt André Krischer in dieser Arbeit anhand der Untersuchung politischen Zeichengebrauchs auch einen neuen Deutungsrahmen für die reichsstädtische Geschichte in der Frühen Neuzeit vor: Indem Reichsstädte Anschluss an die symbolischen Ausdrucksformen der Fürstengesellschaft suchten, vergrößerten sich ihre Chancen, im politischen System der Vormoderne Geltungsansprüche überhaupt erst anmelden zu können. Reichsstädtischer Zeichengebrauch zielte auf den Erwerb von Ehre, Prestige und Ansehen – symbolischem Kapital also, den Grundwert der ständischen Gesellschaft. Gezeigt wird, welche materiellen und immateriellen Investitionen von den Städten getätigt werden mussten, um zeremonielle Zeichen sozialer Schätzung durch die Fürsten zu erwerben, und welche Medien zur Verfügung standen, diese Zeichen in symbolisches Kapital zu transformieren.

Das Lob der Presse

»Auf jeden Fall empfehlenswert, nicht nur für jene Historiker, die sich ohnehin der Erforschung politischer Zeichensysteme widmen, ist dagegen die Lektüre dieses anregenden und an Ergebnissen reichen Buches.« sehepunkte

»Die Dissertation, mit der der Verfasser ... promovierte ..., wird die Geschichtsschreibung zum frühneuzeitlichen Städtewesen, speziell: zur Geschichte der frühneuzeitlichen Reichsstädte, fraglos bewegen, wenn nicht verändern.« Historische Zeitschrift

Dieser Titel kann auch in folgenden Reihen erworben werden: